Projekt:
Bei der Aufbereitung von Biomethan entstehen grosse Mengen CO2. Statt dieses ungenutzt an die Umwelt abzu-geben, soll es in einer CO2-Verflüssigungsanlage verflüs-sigt und transportfähig gemacht werden, um eine dauerhaf-te Speicherung zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat sich die ara region bern entschieden, auf dem Dach des bestehenden Betriebsgebäudes eine CO2-Verflüssigungsanlage zu realisieren und seitlich der alten Biomasseannahmestelle drei Lagertanks aufzurichten.
Leistungsbeschrieb:
Im vorliegenden Projekt hatte die ingenta ag zwei Mandate inne:
- Gesamtleitung & Koordination aller am Projekt beteilig-ten Fachplaner und Unternehmer.
- Statische Bemessung des bestehenden Gebäudes, der neuen Lastrahmens inkl. Schwingungsanalyse und Fundation der drei massiven Lagertanks.
Herausforderung:
Das Herzstück der Anlage, die Verdichtergruppe, verursacht im Betrieb systembedingte Schwingungen. Um Schäden am Tragwerk und störende Lärmemissionen die Übertragung von Vibrationen im laufenden Betrieb des Gebäudes zu vermeiden, war eine präzise Schwingungsanalyse und Frequenzabstimmung notwendig.
Die Realisierung auf einem bestehenden Werkstattgebäude bot begrenzte Möglichkeiten zur Anordnung punktueller Auflager. Die gesamte Stahlkonstruktion musste so konzipiert werden, dass die hohen Lasten der Prozessmodule sicher in die bestehende Gebäudestruktur abtragen werden. Die Lagerung des flüssigen CO2 erfolgt in 3 ca. 12.0 m hohen Lagertanks mit einem Volumen von je ca. 50'000 Litern, welche im Erdbebenfall sehr hohe Lasten generieren. Dies erforderte eine massive Fundation inkl. Verankerung der Lagertanks.
Neben den Herausforderungen in der Tragwerksplanung erwies sich die Koordination aller beteiligten z.T. internationalen Fachplaner und Unternehmer als herausfordernd.